Selbstauslöser

Ein in viele Kameras eingebautes Bauteil, das den Moment der Auslösung um eine Vorlaufzeit verzögert. Diese Vorlaufzeit beträgt in den meisten Fällen 10 Sekunden. Selbstauslöser älterer Kameras funktionieren mit einem mechanischen Federwerk, in neueren Kameras wird die Verzögerung elektronisch geregelt. Ein Selbstauslöser gestattet es dem Fotografen, selbst mit aufs Bild zu kommen, da er nach dem Auslösen 10 Sekunden Zeit bis zum Erfolgen der Belichtung hat, und sich so vor der Kamera positionieren kann. Zudem erlaubt ein Selbstauslöser ein vibrationsfreies Auslösen verwacklungskritischer Aufnahmen, etwa in der Nah- und Makrofotografie oder bei der Verwendung von langbrennweitigen Teleobjektiven, da die Kamera zwar zum Auslösen, nicht aber während der Belichtung berührt werden muß.
Wird der Selbstauslöser an einer Spiegelreflexkamera mit Prismensucher und unter Verwendung einer Belichtungsautomatik benutzt, so muß das Sucherokular während der Belichtung durch einen geeigneten Okularaufsatz verschlossen werden, da durch das Okular eindringendes Streulicht die Belichtungsmessung verfälschen kann.

Das Lexikon aus „Bernie's Foto-Programm". . 2005.

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